Relaunch von Squarespace zu Webflow – So gelingt der Wechsel
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Relaunch von Squarespace zu Webflow kann sich lohnen, wenn du mehr Designfreiheit, bessere Skalierbarkeit und saubere technische Kontrolle benötigst.
- Layouts und Seitenstrukturen lassen sich nicht aus Squarespace übernehmen und müssen in Webflow neu aufgebaut werden.
- Inhalte können nur eingeschränkt exportiert werden, insbesondere Seiten, Bilder und komplexe Shop Daten müssen manuell migriert werden.
- Die bestehende URL Struktur kann häufig nicht eins zu eins übernommen werden, weshalb saubere Weiterleitungen entscheidend für den SEO Erhalt sind.
- Viele native Squarespace Funktionen wie Memberships, Shops oder Abos müssen in Webflow über externe Tools neu abgebildet werden.
- Der Domain Umzug ist technisch unkompliziert, erfordert aber eine saubere Anpassung der DNS Einträge oder einen geplanten Registrar Wechsel.
- Ohne klare Planung birgt der Wechsel Risiken für Sichtbarkeit und Performance, mit sauberem Setup bietet Webflow jedoch deutlich mehr Wachstumsspielraum.
So migrierst du erfolgreich von Squarespace zu Webflow
Der Wechsel von Squarespace zu Webflow ist kein klassischer Website Umzug, sondern ein echter Relaunch. Während Squarespace stark auf vorgefertigte Templates und feste Strukturen setzt, bietet Webflow maximale Freiheit in Design, Aufbau und technischer Umsetzung. Genau diese Freiheit macht den Umstieg attraktiv, bringt aber auch neue Anforderungen mit sich.
Viele Unternehmer und Webmaster unterschätzen, dass sich Layouts, Seitenstrukturen und Funktionen nicht einfach übertragen lassen. Inhalte können nur teilweise exportiert werden, URL Strukturen müssen oft neu gedacht und technische Abhängigkeiten sauber aufgelöst werden. Ohne klare Planung kann ein Relaunch schnell zu Rankingverlusten, doppelter Arbeit oder unnötigen Kompromissen führen.
In diesem Beitrag erfährst du, ob sich der Relaunch von Squarespace zu Webflow für dein Projekt lohnt, welche Besonderheiten du beachten musst und wie du den Wechsel strukturiert und sicher umsetzt. Wenn du den Relaunch strategisch angehst, kann Webflow langfristig deutlich mehr Kontrolle, Skalierbarkeit und Wachstum ermöglichen.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Squarespace und Webflow?
Squarespace und Webflow verfolgen grundlegend unterschiedliche Ansätze beim Aufbau von Websites. Während Squarespace vor allem auf Einfachheit und vorgefertigte Strukturen setzt, richtet sich Webflow an Projekte mit höheren Anforderungen an Design, Struktur und Skalierbarkeit.
Designflexibilität und Anpassungsgrad
Webflow bietet vollständige Kontrolle über Layout, Struktur und Styling. Seiten werden nicht auf Basis starrer Templates gebaut, sondern visuell wie mit einem Frontend Baukasten umgesetzt. Grid, Flexbox, Abstände, Breakpoints und Interaktionen lassen sich exakt definieren und individuell anpassen.
Squarespace arbeitet dagegen mit festen Templates und vordefinierten Komponenten. Diese lassen sich zwar konfigurieren, aber nur innerhalb klarer Grenzen. Individuelle Layouts, komplexe Designsysteme oder spezielle Seitenstrukturen sind nur eingeschränkt oder gar nicht umsetzbar.
Bedienbarkeit und Zielgruppe
Squarespace ist auf Einsteiger ausgelegt. Inhalte lassen sich schnell pflegen, ohne technisches Vorwissen. Der Preis für diese Einfachheit ist jedoch die eingeschränkte Kontrolle über Struktur und Funktionalität.
Webflow ist deutlich mächtiger, aber auch komplexer. Es richtet sich primär an Designer, Entwickler oder Agenturen. Nach einem sauberen Setup, zum Beispiel durch eine Webflow Agentur, kann die Website jedoch problemlos von Marketing oder Content Teams gepflegt werden. Inhalte, CMS Elemente und Seiten lassen sich dann ähnlich intuitiv bearbeiten wie bei Squarespace, allerdings auf einer technisch deutlich stabileren Basis.
Welche Faktoren müssen beim Relaunch von Squarespace zu Webflow beachtet werden?
Ein Relaunch von Squarespace zu Webflow ist kein technischer Export mit anschließendem Import, sondern ein Neuaufbau auf einer anderen Plattform. Damit der Wechsel reibungslos verläuft und keine wichtigen Inhalte, Funktionen oder Rankings verloren gehen, müssen einige zentrale Faktoren von Beginn an berücksichtigt werden.
Squarespace Layouts können nicht zu Webflow transferiert werden
Layouts, Komponenten und Seitenstrukturen lassen sich nicht aus Squarespace exportieren. Squarespace stellt weder sauberes HTML Markup noch wiederverwendbare Komponenten zur Verfügung, die in Webflow übernommen werden könnten.
Das bedeutet, dass das bestehende Design in Webflow neu aufgebaut werden muss. Farben, Typografie, Abstände und Layouts können als visuelle Referenz dienen, technisch entsteht die Website jedoch vollständig neu. Dieser Schritt ist essenziell, um die volle Flexibilität von Webflow nutzen zu können und nicht alte Einschränkungen mitzuschleppen.
Begrenzter Content Export bei Squarespace
Squarespace bietet nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, Inhalte strukturiert zu exportieren. Für einen Relaunch zu Webflow bedeutet das, dass ein großer Teil des Contents manuell oder teilautomatisiert übertragen werden muss.
Der Export von Blog Inhalten ist über eine XML Datei möglich. Dabei werden Beiträge, Kategorien und Texte exportiert, jedoch ohne saubere Struktur für Webflow. Bilder werden lediglich verlinkt und müssen separat geprüft oder neu eingebunden werden. Zudem treten bei längeren Artikeln oder älteren Beiträgen häufig Formatierungsprobleme auf.
Basis Seiten wie Leistungsseiten, Landingpages oder statische Unterseiten lassen sich nicht exportieren. Diese Inhalte müssen in Webflow neu angelegt und inhaltlich übernommen werden.
Bei Squarespace Shops können Produkte teilweise exportiert werden, allerdings nicht vollständig. Varianten, Abos, Produktlogiken und Verknüpfungen gehen dabei häufig verloren und müssen in Webflow oder über externe Tools neu aufgebaut werden.
Bilder können nicht gesammelt exportiert werden. Medien müssen entweder manuell heruntergeladen oder aus bestehenden Seiten neu eingebunden werden, was den Migrationsaufwand zusätzlich erhöht.
Die URL Struktur kann häufig nicht übernommen werden
Squarespace erzwingt je nach Seitentyp feste Verzeichnisse in der URL Struktur. Blog Beiträge, Produkte oder Kategorieseiten folgen häufig vorgegebenen Pfaden, die sich nur eingeschränkt anpassen lassen.
Beim Wechsel zu Webflow kann diese Struktur oft nicht eins zu eins nachgebildet werden oder sie ergibt aus SEO Sicht keinen Sinn mehr. Webflow bietet deutlich mehr Freiheit bei der URL Gestaltung, wodurch bestehende Strukturen entweder bewusst vereinfacht oder vollständig neu aufgebaut werden.
Damit bestehende Rankings und die organische Sichtbarkeit erhalten bleiben, ist es entscheidend, alle alten URLs sauber per 301 Weiterleitung auf die neuen Seiten zu verweisen. Besonders bei stark frequentierten Seiten, Blog Beiträgen und Landingpages ist eine vollständige Redirect Liste unverzichtbar.
Ein Relaunch ist gleichzeitig eine Chance, technische Altlasten zu bereinigen. Wichtig ist jedoch, dass Änderungen an der URL Struktur geplant und kontrolliert umgesetzt werden, nicht unabsichtlich entstehen.
Funktionalitäten müssen neu aufgesetzt werden
Viele Funktionen, die in Squarespace nativ enthalten sind, stehen in Webflow nicht automatisch zur Verfügung. Webflow ist bewusst modular aufgebaut und setzt bei erweiterten Funktionen auf externe Anbieter. Beim Relaunch müssen diese Funktionen daher neu geplant und sauber integriert werden.
Paid Membership und Paywall Funktionen
Mitgliederbereiche und geschützte Inhalte lassen sich in Webflow über externe Tools abbilden. Gängige Lösungen sind Memberstack oder Outseta. Diese Anbieter lassen sich direkt mit Webflow verbinden und ermöglichen Login Bereiche, Zugriffskontrollen und Bezahlmodelle.
Shop Funktionen
Webflow bietet ein eigenes Ecommerce System, das für kleinere bis mittlere Shops geeignet ist. Für komplexere Anforderungen oder bestehende Produktlogiken kann alternativ Shopify über Buy Buttons oder eine Headless Anbindung genutzt werden. Auch Snipcart ist eine häufig eingesetzte Lösung.
Produkt Abos
Abonnement Modelle lassen sich nicht nativ in Webflow umsetzen. In der Praxis erfolgt die Abbildung meist über Stripe in Kombination mit Tools wie Memberstack, Outseta oder Shopify. Die genaue Lösung hängt stark von der gewünschten Logik ab.
E Mail Marketing
E Mail Marketing Funktionen müssen ebenfalls neu integriert werden. Webflow lässt sich problemlos mit Tools wie HubSpot, Brevo, Mailchimp oder ActiveCampaign verbinden. Formulare, Automationen und Lead Flows werden dabei extern gesteuert.
Ein strukturierter Relaunch berücksichtigt diese Abhängigkeiten frühzeitig, damit Funktionen nach dem Go Live vollständig nutzbar sind und keine Workarounds entstehen.
Wie ziehe ich meine Domain von Squarespace zu Webflow um?
Webflow ist kein Domain Registrar. Das bedeutet, Domains werden nicht direkt bei Webflow gekauft oder verwaltet. Stattdessen wird Webflow über DNS Einträge mit deiner bestehenden Domain verbunden. Für den Domain Umzug gibt es zwei gängige Optionen.
Domain bleibt bei Squarespace und die DNS Einträge werden geändert
In dieser Variante bleibt die Domain bei Squarespace registriert. Lediglich die DNS Einträge werden angepasst, sodass die Domain auf Webflow zeigt.
Dazu werden im Domain Bereich von Squarespace die von Webflow bereitgestellten DNS Einträge hinterlegt. In der Regel betrifft das mehrere A Records für die Hauptdomain sowie einen CNAME Eintrag für die Subdomain mit www.
Nach dem Setzen der Einträge kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die Änderung weltweit aktiv ist. Während dieser Zeit kann es kurzfristig zu unterschiedlichen Ladezuständen kommen. Diese Variante ist technisch unkompliziert und eignet sich, wenn die Domain weiterhin bei Squarespace verwaltet werden soll.
Domain zu einem anderen Registrar wechseln
Alternativ kann die Domain zu einem anderen Registrar umgezogen werden. Häufig genutzte Anbieter sind IONOS, Namecheap, Hetzner oder Cloudflare.
Beim Domain Transfer wird zunächst ein Authorization Code im Squarespace Account angefordert. Dieser Code wird beim neuen Registrar eingegeben, um den Umzug zu starten. Der Transfer dauert in der Regel mehrere Tage und muss aktiv bestätigt werden.
Auch nach einem erfolgreichen Registrar Wechsel müssen die DNS Einträge korrekt gesetzt werden, damit die Domain auf Webflow verweist. Der Domain Transfer ändert lediglich den Anbieter, nicht die technische Verbindung zur Website.
Unabhängig von der gewählten Option ist es wichtig, den Domain Umzug erst durchzuführen, wenn die Webflow Website vollständig vorbereitet ist. So lassen sich Ausfallzeiten und Rankingverluste vermeiden.
Gibt es Tools, die den Umzug von Squarespace zu Webflow erleichtern?
Für den Relaunch von Squarespace zu Webflow gibt es keine vollautomatische Lösung. Der Wechsel ist immer eine Kombination aus Export, strukturiertem Neuaufbau und manueller Migration. Dennoch können einzelne Tools den Prozess deutlich vereinfachen.
Für Inhalte wie Blog Beiträge stellt Squarespace einen XML Export bereit. Diese Datei kann genutzt werden, um Beiträge in das Webflow CMS zu importieren. In der Praxis dient dieser Schritt vor allem als Grundlage, da Inhalte, Bilder und Formatierungen nach dem Import überprüft und angepasst werden müssen.
Produktdaten aus Squarespace Shops lassen sich teilweise als CSV Datei exportieren. Diese Daten können anschließend in Webflow Ecommerce oder in externe Shop Systeme importiert werden. Komplexe Logiken wie Varianten, Abos oder Zahlungsmodelle müssen dabei neu aufgebaut werden.
Webflow selbst bietet leistungsstarke CMS Import Funktionen, mit denen strukturierte Inhalte effizient neu angelegt werden können. In Kombination mit sauberem Content Mapping lassen sich größere Websites so kontrolliert migrieren, ohne Inhalte einzeln manuell anzulegen.
Für Design, Seitenstruktur und Funktionalitäten gibt es keine Tools, die den Relaunch ersetzen. Diese Bereiche werden in Webflow bewusst neu aufgebaut, um die Flexibilität und Performance der Plattform vollständig auszuschöpfen.
Wenn keine Erfahrung mit Webflow, CMS Migration oder SEO Relaunches vorhanden ist, spart eine professionelle Begleitung häufig Zeit, Kosten und Risiken. Eine strukturierte Migration stellt sicher, dass Inhalte korrekt übernommen, Weiterleitungen sauber gesetzt und Funktionen stabil neu aufgebaut werden.
Fazit zur Migration von Squarespace zu Webflow
Ein Relaunch von Squarespace zu Webflow ist kein technischer Schnellwechsel, sondern ein strategisches Projekt. Layouts, Inhalte und Funktionen müssen neu gedacht und sauber aufgebaut werden. Wer die Besonderheiten von Squarespace kennt und den Wechsel strukturiert plant, kann typische Fehler vermeiden und bestehende Sichtbarkeit erhalten.
Der Aufwand lohnt sich vor allem dann, wenn mehr Designfreiheit, bessere Skalierbarkeit und volle Kontrolle über Struktur und Performance gefragt sind. Webflow bietet deutlich mehr Gestaltungsfreiraum als Squarespace und eignet sich besonders für wachsende Unternehmen, die ihre Website nicht nur verwalten, sondern gezielt weiterentwickeln möchten.
Wenn du den Relaunch von Squarespace zu Webflow planst und sicherstellen willst, dass Design, Inhalte und SEO sauber umgesetzt werden, unterstützen wir dich gerne dabei. Von der strukturierten Planung über den Neuaufbau bis hin zur technischen Migration begleiten wir den gesamten Relaunch Prozess.
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